Ohne Titel (Garderobenkurzschluss)

Dauer: ca. 1 Stunde

In der Garderobe des Museums werden Kleidungsstücke in den Schließfächern abgelegt, um sie im Anschluss wieder heraus zu nehmen. Daraufhin werden die Kleidungsstücke wieder in den Schließfächern abgelegt, um sie im Anschluss wieder heraus zu nehmen.

Ohne Titel

Dauer: ca. 3 Stunden

Innerhalb der Installation der Klasse Hörnschemeyer hüpft eine Person fortwährend von einem Bein auf das andere und bewegt sich dabei nicht von der Stelle.
Eine weitere Person – unterhalb eines aufgespannten Teppichs – steht permanent auf einer Stelle und lässt sich von möglichen Besuchern abgewandt seitlich gegen die Wand fallen.

Ohne Titel (–)

Dauer: ca. 2 Stunden

Zwischen zwei Wänden der Ausstellung läuft einer der Akteure fortwährend auf einer Geraden von einer Wand zur anderen. Dabei werden immer die gleiche Anzahl von Schritten benutzt. Eine weitere Person umkreist diese und kreuzt die Enden der Geraden immer dann, wenn die erste Person am weitesten entfernt ist.

Während der Kunstausstellung „Die Grosse 2017“ im Museum Kunstpalast fanden mehrere Interventionen statt.
Drei der insgesamt ca. 10 Ereignisse wurden mithilfe kurzer Filmsequenzen festgehalten.
In Zusammenarbeit mit Hagen Keller.


 

Pendeln, Schwingen, Taumeln, 2017

Stahl, Bodenmarkierungsband, diverse Audioelemente, Audiodatei
7 m Länge, 3,40 m Breite, Höhe = Höhe des Raumes (Mindestens jedoch 3,40 m)
Audioaufnahme: 10:11 Min.

Zwei kreisförmige Bereiche sind auf dem Boden markiert und verweisen auf Bewegung und Bewegungsspielräume, auf ein Innen und Außen, einen Zustand des Ein- oder Ausgeschlossen seins; beinahe berühren sich ihre Kanten.
Zwischen den Zentren dieser Kreise spannt sich ein Objekt aus Stahl.
An die Form einer Bank angelehnt dient es als Vermittler und kann benutzt werden. Der Stahl des Objektes ist stark vorgespannt und reagiert durch Schwingungen – ähnlich einer Feder – auf Gewicht: Setzt sich eine Person auf das Objekt, spreizt es sich und seine scharfen Enden beschädigen den Boden um das jeweilige Zentrum der Kreise. Setzen sich mehrere Personen, dient das Objekt als Resonanzkörper und übertragt die Bewegungen der Personen untereinander.
Von der Decke mit einem Kabel verbunden hängt nahe der Kreismittelpunkte auf jeder Seite jeweils ein Kopfhörer. Unter der Decke befinden sich zwei schwarze Kerne aus Kabeln und elektronischen Elementen.
Knapp über der Bank an ihren Enden positioniert, pendeln die beiden Kopfhörer frei. Entschließt sich der Besucher die Kopfhörer aufzusetzen, geben sie dem Benutzer einen Bewegungsspielraum vor, der sich an dem Radius der Kreise orientiert.
Verhandeln die beiden auf dem Boden befindlichen Kreise Bereiche, welche der Besucher betreten, umgehen, oder in die er ein- oder austreten kann, beschreiben die von der Decke hängenden Kabel mit den Kopfhörern an ihren Enden einen kegelförmigen Raum, welcher sich zur Decke hin aufspannt.
Bei Benutzung der Kopfhörer wird der Besucher Teil dieser plastischen Zone. Er dient als verbindendes Element, da seine Füße den Boden berühren und sein Kopf über das Kabel mit der Decke verbunden ist.
Zwei Stimmen sind nun zu hören, welche sich in einem vermeintlichen Dialog befinden. Flüsternd sprechen sie dem Besucher ins Ohr, wispern Wörter die Handlungen, Tätigkeiten und Zustände beschreiben.
Ein erotischer Unterton scheint das Gespräch zu durchziehen, versetzt den Hörenden in eine voyeurähnliche Situation. Dies kann in beiden kreisförmigen Bereichen gleichzeitig stattfinden.
Mithilfe des Stahlobjektes als Resonanzkörper kann dieser Zustand durch einen indirekten körperlichen Dialog mit einem möglichen Gegenüber ergänzt werden.
Zwei mal täglich werden die unter der Decke hängenden Kerne von dem Künstler oder einer anderen eingewiesenen Person mit einer Art „Stahlangel“ aus der Decke geholt. Während dessen befinden sich die Kopfhörer nahe der Decke. Im Anschluss werden diese mithilfe der Angel wieder herunter gezogen und die Kerne zurück in die Decke gehangen.
Sprecher: Thomas Möcking & Marie Stute.

Hufen, 2016

Bronze, Salz
11,5 cm x 9 cm x 8,5 cm

Im Rahmen der Einzelausstellung Wermut der Galerie für Gegenwartskunst Bremen 2016.

 

Dyade (Kern), 2016

Gips, Stahlstaub, Plextol
36 cm x 24 cm

Im Rahmen der Einzelausstellung Wermut der Galerie für Gegenwartskunst Bremen 2016.
(Im Hintergrund Kranz, 2016 von Evelyn Möcking)

 

Brücke (Umwurf), 2016

Stahl, Blech, Glas, Gips, Rost, Salzsäure

Bock: 2 m x 1,5 m x 1,3 m
Trichter: Maße variabel

Im Rahmen der Einzelausstellung Wermut der Galerie für Gegenwartskunst Bremen 2016.
(Im Hintergrund Bild rechts unten O.T. 2014 von Evelyn Möcking)

 

O.T. (Geschirr IV), 2016

Stahl, PVC,
Maße variabel

Im Rahmen der Einzelausstellung Wermut der Galerie für Gegenwartskunst Bremen 2016.

 

O.T. (Geschirr III), 2016

PVC
Maße variabel

 

O.T. (Geschirr II), 2016

PVC
Maße variabel

O.T. (Geschirr I), 2016

PVC, Stahl
Maße variabel

 

Planke, 2015

Video, 8:37 min.

Der Akteur findet sich in einer liegenden Position vor der Kamera und versucht zu lächeln. Dabei macht er fortwährende Liegestütze. Schnell beginnt die Anforderung des Lächelns in Konflikt mit der körperlichen Anstrengung der Liegestütze zu geraten.

 

Ortho-, 2015

Bronze, Wachs,
27 cm x 40 cm x 14 cm

 

Schiene I, 2015

Stahl, Vaseline, Infusionsschlauch
42 cm x 27 cm x 8 cm

 

Schiene II, 2015

Stahl, Vaseline, Pigment, Infusionsschlauch
44 cm x 12 cm x 12 cm

 

Schaukel, 2015

Gips, Stahl, Draht, Infusionsschlauch,
22 cm x 32 cm x 22 cm

 

Strömung I, 2014

Video, 22:58 min.

Jeweils 1 mit Wasser gefülltes Glas wird von dem Akteur getrunken, um im Anschluss den Inhalt wieder zurück in das Glas zu erbrechen. Nach und nach baut er eine Pyramide aus den erneut gefüllten Gläsern auf, in denen die Reinigung des Magenraumes visuell nachvollziehbar wird.

 

Strömung II, 2014

56 Weingläser, erbrochenes Wasser, Sockel
55 cm x 55 cm x 185 cm

Wie schon in Strömung I wird jeweils 1 mit Wasser gefülltes Glas getrunken, um im Anschluss den Inhalt wieder zurück in das Glas zu erbrechen. Auch hier bildet sich eine Pyramide mit den erneut gefüllten Gläsern. Der Prozess wird jedoch nicht dokumentiert.

Im Rahmen der Ausstellung Landgänge der Gesellschaft Für Aktuelle Kunst Bremen 2014.

Shelter I, 2014

Installation, ca. 13m x 5m x 5m

25 in Hamburg gefundene Schlafsäcke wurden im Rahmen des 8. Bremer Kunstfrühlings in der Ausstellungskoje der Galerie für Gegenwartskunst installiert.
In Zusammenarbeit mit Evelyn Möcking.

 

Shelter II, 2014

Situation

Im Rahmen des 8. Bremer Kunstfrühlings lag der Akteur – ein ehemaliger Obdachloser – zweimal täglich für jeweils 3 Stunden unter einer Brücke, welche über ein ehemaliges Gleisbett führte. Aufgrund der Breite des Überganges und der niedrigen Höhe, war der Bereich unterhalb der Brücke nur aus Distanz einsehbar. Die Entfernung verhinderte eine direkte Betrachtung, sodass im Unklaren blieb, ob es sich hierbei um eine reale Person handelte und auch ob diese Teil der Ausstellung war.
In Zusammenarbeit mit Evelyn Möcking.

 

Schnorren, 2014

Kurzschluss

An mehreren Tagen hat die handelnde Person Obdachlose in Hamburg und Bremen ausschließlich mit der Frage angesprochen, ob sie ihm etwas geben mögen. Weitere Informationen zu Sinn und Zweck wurden nicht mitgeteilt.
Folgende unten aufgeführte Gegenstände erhielt der Akteur an den jeweils beschriebenen Orten. Diese wurden für einen Tag bei der Jahresausstellung der Hochschule für Künste in Bremen von ihm getragen und anschließend vor einer Ausstellungswand abgestellt.

1 Paar Schwarzgraue Socken, 05.01.2014, Hamburg, Reeperbahn
2 Pullover und 1 Jogginghose, 05.01.2014, Hamburg, Reeperbahn
1 Paar Schuhe, 05.01.2014, Hamburg, Reeperbahn
4 Pfandflaschen (1x Lift Apfelschorle, 1x Sinalco, 1x Club-Mate, 1x Mezzo Mix), 05.01.2014, Hamburg, Reeperbahn
1 Regenschirm, 06.01.2014, Bremen, Hauptbahnhof
1 Flaschenöffner, 06.01.2014, Bremen, Hauptbahnhof
1 Paket Frikadellen, 06.01.2014, Bremen, Innenstadt

 

Pas de deux, 2013

3 Videos, verschiedene Laufzeiten

Die modifizierte Situation eines Boxkampfes diente als Rahmen für einen physischen Dialog zweier Akteure, dessen Ausgang offen war.
Die handelnden Personen konnten hierbei selbst bestimmen, wann und wie die Auseinandersetzung endete. Verbale Kommunikation war ihnen jedoch untersagt.
Zusammen mit Stefan Nehring.

 

Stehen, 2013

Videoperformance, 6:44 min.

Die Videoperformance „Stehen“ zeigt einen jungen Mann mit körperlicher Behinderung der vor einer Wand steht. Von der Kamera abgewandt lässt er sich auf die Knie fallen und beginnt, aus dieser Position mithilfe der Wand mehrfach aufzustehen.
Die individuellen, zum Teil tänzerisch anmutenden Bewegungen des Akteurs und die Herausforderung der Situation, erlauben dem Betrachter eine intensive Teilnahme an den Versuchen.
Ergeben sich zu Beginn primär Fragen im Hinblick auf Erfolg oder Scheitern, verändert sich diese Fragestellung im weiteren Verlauf der Videoperformance. Durch wiederholtes auf den Boden knien und erneute Versuche des Aufstehens, löst sich die Frage nach dem Erreichen eines Ziels hin zu grundsätzlichen Fragen.
Zusammen mit Jasper Dombrowski.

Trinken 5, 2013

Videoperformance, 3:28 min.

Trinken 5 zeigt eine von mehreren Versuchsanordnungen, bei welcher die handelnde Person ihren Bewegungsspielraum mithilfe von Gurten einschränkt um im Anschluss den Versuch zu unternehmen, ein Glas Wasser an einem Tisch zu trinken.
Durch die Unterbindung der regulären Bewegungskonvention „Trinken“, muss sich der Akteur seines Bewegungsspielraumes gewahr werden und neue Bewegungsmuster entwickeln. Der Betrachter kann an diesem Entwicklungsprozess teilhaben.

 

Sitzen 7, 2013

Videoperformance, 7:31 min.

Sitzen 7 zeigt eine von mehreren Versuchsanordnungen, bei welcher die handelnde Person ihren Bewegungsspielraum mithilfe von Gurten einschränkt um im Anschluss den Versuch zu unternehmen, sich auf einen Stuhl zu setzen.
Durch die Unterbindung der regulären Bewegungskonvention um „Platz zu nehmen“, muss sich der Akteur seines Bewegungsspielraumes gewahr werden und neue Bewegungsmuster entwickeln. Der Betrachter kann an diesem Entwicklungsprozess teilhaben.