PALACE Projekt zum Tag der Biodiversität: Rauschen

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gleißende strahlen ein eintauchen in rotundrotundblau fort gerissen
mitgenommen auf bahnen aus blut blubbernd bläschen lichter fluten
augendruck steigt gebe auf steig nicht aus auf dem trip der durch
eisiges rot und kochendes blau verführt grünes zu erhaschen eine
streu von gelb erfassen warme wellen wehen und aus einem schwarm
geworden ein strom ein schwindel ein fiebertraum -

das rasterelektronenmikroskop tastet ab
trifft schwarz auf weiße oberflächenaussagen zu
den dingen vor ort
kanüle
spritze
taschentuch, gebraucht
sind in hände geratene proben vom boden aufgelesen
+
gelesen vom mikroskop das
ermittelt was
sonst
im dunkeln bleibt
.
nun liegen die untersuchungsergebnisse vor
flach ausgebreitet 6 x 3 m sichtbar gemacht
aus der spritze aus dem blut aus dem taschentuch
ein relief geworden
verkleinerte vergrößerte aufnahmen
mit verzerrung
in bichrom

 

Zum internationalen Tag der Biodiversität präsentiert der bildende Künstler Daniel Nehring im Rahmen eines PALACE Projektes seine Arbeit Rauschen.

In Verwendung eines Rasterelektronenmikroskops entsteht in der Untersuchung von am Worringer Platz vorgefundener Gegenstände ein beinahe der abstrakten Malerei anmutendes Bild, das auf dem Boden liegend die gewohnte Sehrichtung bricht. In seiner Sterilität kontrastiert es die im über ihn schwebenden Screen gezeigten Videos, die den Drogenrausch in Farbexplosionen visualisieren lassen.

Die Ausstellung wird gefördert vom Kulturamt Düsseldorf sowie dem Programm NEUSTART KULTUR der Stiftung Kunstfonds. Die Arbeit entstand in Kooperation mit der Core Facility Elektronenmikroskopie der Medizinischen Fakultät der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (CFEM).

 

Text: Christina Möcking
Plakat: Max Kostopoulos

Tricksters Herbarium, 2021

2-Kanal CGI Videoinstallation, entwickelt für das PALACE in Düsseldorf.

Der froschforschende Froschforscher forscht in der froschforschenden Froschforschung, 2020

Gemeinschaftsarbeit mit Evelyn Möcking, mixed Media (mit besonderem Dank an Margarete Berg für die Vermittlung der Balzgeräusche - sie stammen von einem Froschforscher aus Wien)

Weich wabernd sammelt sich Amorphes beieinander. Überdimensionaler Laich. Schallblase. Wassertropfen.
Geräusche streifen die Umgebung, kommunizieren: Ambhibische Arien, animalischer Ruf? Verführung!

Installationsansicht: Fire FliesII, Malkastenpark, Künstlerverein Malkasten, Düsseldorf

Fotos: Evelyn Moecking, Daniel Nehring

Geschirr (Variation Geschirr IV, 2018), 2019

PVC, Stahlelemente, Maße variabel

SAME.SAME!US..!!

Klebebuchstaben auf brüchiger Wand. 260 x 240 cm, 2019

WE ARE NOW ON THE THRESHOLD OF ACHIEVING OUR AIM!
TEMPERATURE IS AT 20.4 °
AIR HUMIDITY IS AT 30 %
AIR PRESSURE IS STABLE
SHELL STABILITY IS AT 98, 7 %
FLIGHT SPEED IS 299 792 455 M/S
THE FINAL STATE IS NOT FAR OFF,
GRAVITY ALREADY STARTS TO DISAPPEAR.
THE WHOLE CREW‘S GETTING DISARRANGED
RIGHT NOW!
AFTER ALL THESE YEARS OF
TRAVELLING:
EVERY ONE OF US CRAVES TO FINALLY BECOME
PART OF THE ENTROPIC STATE.
JUST A FEW MORE LIGHTSECONDS
AND WE’RE ALL GONNA BECOME THE SAME.
ALL WILL BE THE SAME!
KEEPING THE FINGERS CROSSED TO US!!
WOUAHOU !!!

Fizzle my dazzle & Hover walk, 2019

 

Banner 350 cm x 250 cm, Video (Loop).

REM_Dictophora indusiata_Poeciliidae, 2019

Kohlezeichnung (Tsuzumi, 2019), Stahlkonstruktion mit 4 Plasmascreens, Video.

In Zusammenarbeit mit Evelyn Möcking

 

REM_Poeciliidae-II, 2018

Video, 44:50 Min. (Loop)

REM_Poeciliidae-I, 2018

Video, 41:26 Min.

Ohne Titel, 2019

2 Fotografien auf Aluminum, Konstruktion aus Edelstahl und Aluminum

Fassung, 2018

Stalkonstruktion
314 cm x 314 cm x 314cm

REM_AL_x120, 2018

Fotodruck auf Alu-Dibond, Stahlunterkonstruktion
Fotocollage aus insgesamt 66 Rasterelektronischen Einzelaufnahmen eines Aluminiumstückes.

Carnegie_Stage_14, 2018

Polyester, Graphit, Stahl
200 cm x 150 cm x 70 cm

Kopfstudie, 2017

Aluminium, Stahl
60 cm x 70 cm x 70 cm (Kopf)

Museum Kunstpalast "Die Grosse 2017"

Während der Kunstausstellung „Die Grosse 2017“ im Museum Kunstpalast fanden mehrere Interventionen statt.
Drei der insgesamt ca. 10 Ereignisse wurden mithilfe kurzer Filmsequenzen festgehalten.
In Zusammenarbeit mit Hagen Keller.

Ohne Titel (Garderobenkurzschluss)

Dauer: ca. 1 Stunde

In der Garderobe des Museums werden Kleidungsstücke in den Schließfächern abgelegt, um sie im Anschluss wieder heraus zu nehmen. Daraufhin werden die Kleidungsstücke wieder in den Schließfächern abgelegt, um sie im Anschluss wieder heraus zu nehmen.

Ohne Titel

Dauer: ca. 3 Stunden

Innerhalb der Installation der Klasse Hörnschemeyer hüpft eine Person fortwährend von einem Bein auf das andere und bewegt sich dabei nicht von der Stelle.
Eine weitere Person – unterhalb eines aufgespannten Teppichs – steht permanent auf einer Stelle und lässt sich von möglichen Besuchern abgewandt seitlich gegen die Wand fallen.

Ohne Titel (–)

Dauer: ca. 2 Stunden

Zwischen zwei Wänden der Ausstellung läuft einer der Akteure fortwährend auf einer Geraden von einer Wand zur anderen. Dabei werden immer die gleiche Anzahl von Schritten benutzt. Eine weitere Person umkreist diese und kreuzt die Enden der Geraden immer dann, wenn die erste Person am weitesten entfernt ist.

Pendeln, Schwingen, Taumeln, 2017

Stahl, Bodenmarkierungsband, diverse Audioelemente, Audiodatei
7 m Länge, 3,40 m Breite, Höhe = Höhe des Raumes (Mindestens jedoch 3,40 m)
Audioaufnahme: 10:11 Min.

Zwei kreisförmige Bereiche sind auf dem Boden markiert und verweisen auf Bewegung und Bewegungsspielräume, auf ein Innen und Außen, einen Zustand des Ein- oder Ausgeschlossen seins; beinahe berühren sich ihre Kanten.
Zwischen den Zentren dieser Kreise spannt sich ein Objekt aus Stahl.
An die Form einer Bank angelehnt dient es als Vermittler und kann benutzt werden. Der Stahl des Objektes ist stark vorgespannt und reagiert durch Schwingungen – ähnlich einer Feder – auf Gewicht: Setzt sich eine Person auf das Objekt, spreizt es sich und seine scharfen Enden beschädigen den Boden um das jeweilige Zentrum der Kreise. Setzen sich mehrere Personen, dient das Objekt als Resonanzkörper und übertragt die Bewegungen der Personen untereinander.
Von der Decke mit einem Kabel verbunden hängt nahe der Kreismittelpunkte auf jeder Seite jeweils ein Kopfhörer. Unter der Decke befinden sich zwei schwarze Kerne aus Kabeln und elektronischen Elementen.
Knapp über der Bank an ihren Enden positioniert, pendeln die beiden Kopfhörer frei. Entschließt sich der Besucher die Kopfhörer aufzusetzen, geben sie dem Benutzer einen Bewegungsspielraum vor, der sich an dem Radius der Kreise orientiert.
Verhandeln die beiden auf dem Boden befindlichen Kreise Bereiche, welche der Besucher betreten, umgehen, oder in die er ein- oder austreten kann, beschreiben die von der Decke hängenden Kabel mit den Kopfhörern an ihren Enden einen kegelförmigen Raum, welcher sich zur Decke hin aufspannt.
Bei Benutzung der Kopfhörer wird der Besucher Teil dieser plastischen Zone. Er dient als verbindendes Element, da seine Füße den Boden berühren und sein Kopf über das Kabel mit der Decke verbunden ist.
Zwei Stimmen sind nun zu hören, welche sich in einem vermeintlichen Dialog befinden. Flüsternd sprechen sie dem Besucher ins Ohr, wispern Wörter die Handlungen, Tätigkeiten und Zustände beschreiben.
Ein erotischer Unterton scheint das Gespräch zu durchziehen, versetzt den Hörenden in eine voyeurähnliche Situation. Dies kann in beiden kreisförmigen Bereichen gleichzeitig stattfinden.
Mithilfe des Stahlobjektes als Resonanzkörper kann dieser Zustand durch einen indirekten körperlichen Dialog mit einem möglichen Gegenüber ergänzt werden.
Zwei mal täglich werden die unter der Decke hängenden Kerne von dem Künstler oder einer anderen eingewiesenen Person mit einer Art „Stahlangel“ aus der Decke geholt. Während dessen befinden sich die Kopfhörer nahe der Decke. Im Anschluss werden diese mithilfe der Angel wieder herunter gezogen und die Kerne zurück in die Decke gehangen.
Sprecher: Thomas Möcking & Marie Stute.

Hufen, 2016

Bronze, Salz
11,5 cm x 9 cm x 8,5 cm

Im Rahmen der Einzelausstellung Wermut der Galerie für Gegenwartskunst Bremen 2016.

 

Dyade (Kern), 2016

Gips, Stahlstaub, Plextol
36 cm x 24 cm

Im Rahmen der Einzelausstellung Wermut der Galerie für Gegenwartskunst Bremen 2016.
(Im Hintergrund Kranz, 2016 von Evelyn Möcking)

 

Brücke (Umwurf), 2016

Stahl, Blech, Glas, Gips, Rost, Salzsäure

Bock: 2 m x 1,5 m x 1,3 m
Trichter: Maße variabel

Im Rahmen der Einzelausstellung Wermut der Galerie für Gegenwartskunst Bremen 2016.
(Im Hintergrund Bild rechts unten O.T. 2014 von Evelyn Möcking)

Weitere Informationen finden Sie hier.

O.T. (Geschirr IV), 2016

Stahl, PVC,
Maße variabel

Im Rahmen der Einzelausstellung Wermut der Galerie für Gegenwartskunst Bremen 2016.

 

O.T. (Geschirr III), 2016

PVC
Maße variabel

 

O.T. (Geschirr II), 2016

PVC
Maße variabel

O.T. (Geschirr I), 2016

PVC, Stahl
Maße variabel

 

Shelter I, 2014

Installation, ca. 13m x 5m x 5m

25 in Hamburg gefundene Schlafsäcke wurden im Rahmen des 8. Bremer Kunstfrühlings in der Ausstellungskoje der Galerie für Gegenwartskunst installiert.
In Zusammenarbeit mit Evelyn Möcking.

 

Shelter II, 2014

Situation

Im Rahmen des 8. Bremer Kunstfrühlings lag der Akteur – ein ehemaliger Obdachloser – zweimal täglich für jeweils 3 Stunden unter einer Brücke, welche über ein ehemaliges Gleisbett führte. Aufgrund der Breite des Überganges und der niedrigen Höhe, war der Bereich unterhalb der Brücke nur aus Distanz einsehbar. Die Entfernung verhinderte eine direkte Betrachtung, sodass im Unklaren blieb, ob es sich hierbei um eine reale Person handelte und auch ob diese Teil der Ausstellung war.
In Zusammenarbeit mit Evelyn Möcking.

 

Schnorren, 2014

Kurzschluss

An mehreren Tagen hat die handelnde Person Obdachlose in Hamburg und Bremen ausschließlich mit der Frage angesprochen, ob sie ihm etwas geben mögen. Weitere Informationen zu Sinn und Zweck wurden nicht mitgeteilt.
Folgende unten aufgeführte Gegenstände erhielt der Akteur an den jeweils beschriebenen Orten. Diese wurden für einen Tag bei der Jahresausstellung der Hochschule für Künste in Bremen von ihm getragen und anschließend vor einer Ausstellungswand abgestellt.

1 Paar Schwarzgraue Socken, 05.01.2014, Hamburg, Reeperbahn
2 Pullover und 1 Jogginghose, 05.01.2014, Hamburg, Reeperbahn
1 Paar Schuhe, 05.01.2014, Hamburg, Reeperbahn
4 Pfandflaschen (1x Lift Apfelschorle, 1x Sinalco, 1x Club-Mate, 1x Mezzo Mix), 05.01.2014, Hamburg, Reeperbahn
1 Regenschirm, 06.01.2014, Bremen, Hauptbahnhof
1 Flaschenöffner, 06.01.2014, Bremen, Hauptbahnhof
1 Paket Frikadellen, 06.01.2014, Bremen, Innenstadt

 

Pas de deux, 2013

3 Videos, verschiedene Laufzeiten

Die modifizierte Situation eines Boxkampfes diente als Rahmen für einen physischen Dialog zweier Akteure, dessen Ausgang offen war.
Die handelnden Personen konnten hierbei selbst bestimmen, wann und wie die Auseinandersetzung endete. Verbale Kommunikation war ihnen jedoch untersagt.
Zusammen mit Stefan Nehring.

 

Stehen, 2013

Videoperformance, 6:44 min.

Die Videoperformance „Stehen“ zeigt einen jungen Mann mit körperlicher Behinderung der vor einer Wand steht. Von der Kamera abgewandt lässt er sich auf die Knie fallen und beginnt, aus dieser Position mithilfe der Wand mehrfach aufzustehen.
Die individuellen, zum Teil tänzerisch anmutenden Bewegungen des Akteurs und die Herausforderung der Situation, erlauben dem Betrachter eine intensive Teilnahme an den Versuchen.
Ergeben sich zu Beginn primär Fragen im Hinblick auf Erfolg oder Scheitern, verändert sich diese Fragestellung im weiteren Verlauf der Videoperformance. Durch wiederholtes auf den Boden knien und erneute Versuche des Aufstehens, löst sich die Frage nach dem Erreichen eines Ziels hin zu grundsätzlichen Fragen.
Zusammen mit Jasper Dombrowski.

Trinken 5, 2013

Videoperformance, 3:28 min.

Trinken 5 zeigt eine von mehreren Versuchsanordnungen, bei welcher die handelnde Person ihren Bewegungsspielraum mithilfe von Gurten einschränkt um im Anschluss den Versuch zu unternehmen, ein Glas Wasser an einem Tisch zu trinken.
Durch die Unterbindung der regulären Bewegungskonvention „Trinken“, muss sich der Akteur seines Bewegungsspielraumes gewahr werden und neue Bewegungsmuster entwickeln. Der Betrachter kann an diesem Entwicklungsprozess teilhaben.

 

Sitzen 7, 2013

Videoperformance, 7:31 min.

Sitzen 7 zeigt eine von mehreren Versuchsanordnungen, bei welcher die handelnde Person ihren Bewegungsspielraum mithilfe von Gurten einschränkt um im Anschluss den Versuch zu unternehmen, sich auf einen Stuhl zu setzen.
Durch die Unterbindung der regulären Bewegungskonvention um „Platz zu nehmen“, muss sich der Akteur seines Bewegungsspielraumes gewahr werden und neue Bewegungsmuster entwickeln. Der Betrachter kann an diesem Entwicklungsprozess teilhaben.